Mensch und Hund - immer wieder ein gern diskutiertes Thema. Die einen lieben sie, die anderen akzeptieren sie aber lieben sie nicht, und wieder andere hassen sie. Dass ich zu der ersten Gruppe gehöre, muss sicher nicht weiter erwähnt werden. Und die letzte Gruppe, die sogenannten Hundehasser, lassen mich immer wieder aufs Neue den Kopf schütteln.
Diese gerade im stillen Gebet versunkene Hundedame namens Tapsi

war für einige Zeit unser Gast. Ihre Angewohnheit war es, bei jeder Gelegenheit abzuhauen und die Nachbarschaft auf eigene
Faust Pfote zu erkunden. Das kam bei einigen Nachbarn nicht gut an. Verständlich. So ein Hundehaufen im Tulpenbeet ist wirklich nicht besonders erquickend. Die Kritik war also berechtigt. Die Art, wie diese Kritik vorgetragen wurde, war allerdings grenzwertig. "Scheißköter" war nur eines der Wörter, das ich zu hören bekam. Bei einer Nachbarin hat sich Tapsi jedoch "nur" in die Rabatten gesetzt und Pipi gemacht. Aber diese Nachbarin kam aus dem Haus geschossen wie eine Furie und tobte so sehr, dass ihr gefrustetes Gesicht puterrot wurde und ich Sorge hatte, dass sie gleich platzt. Tat sie nicht. Statt dessen stellte sie von da an das Grüßen ein. Von da an pisste weder Terrier Otto noch irgend ein Leihhund jemals mehr in ihren Vorgarten. Aber gegrüßt hat sie mich seit dem einen Bächlein von Tapsi trotzdem nicht mehr. Sie hasst mich seit drei Jahren, weil ein verfluchter Köter Pipi in ihren Vorgarten gemacht hat.
Heute hatte ich sehr lieben Besuch. Unter anderem von diesem Kerl:

Leider hatte ich die Hundesitzerin nicht rechtzeitig gebrieft, dass wir so sonderbare Menschen in der Nachbarschaft haben. Und was macht der elendige Köter? Nach einem ausgedehnten Spaziergang, bei dem er seine Blase vollends entleert hatte, wagte er es, ein kleines Tröpfchen an dem Vorgartenstrauch besagter Nachbarin abzusetzen. Als hätte sie darauf gewartet, kam sie rausgeschossen aus ihrem Haus als sei der Leibhaftige hinter ihr her und fluchte und beschimpfte Hund und Frauchen. Man hatte das Gefühl, das Hundepipi hätte die Qualität von Atommüll oder gar noch schlimmeren. Hund und Frauchen waren nach der Schimpfattacke ziemlich verstört.
Fazit: es wird einen Grund geben, warum die Nachbarin außer vom Gärtner von niemandem besucht wird. Dabei muss ich gar nicht stundenlang hinter meinem Türspion stehen, um das zu wissen. Da reichen tägliche Hundespaziergänge, um zu sehen, dass zu der Frau nie einer kommt. Warum wohl?